Archiv der Kategorie: Oman

Oman: Sur

Die an der Nordostküste gelegene Hafenstadt Sur blickt auf eine lange Tradition als Zentrum des Schiffsbaus in Oman zurück.

Unter dem ersten Imam der Yaruba-Dynastie, Nasir bin Murshid, konnte die Stadt Sur im 17. Jahrhundert den Portugiesen wieder entrissen werden.

Sur und Schifffahrt in OmanSchon bald darauf wurde Sur zu einer der wichtigsten Hafenstädte des Mittleren Ostens, insbesondere für den Ostafrikahandel. Gleichzeitig wurde Sur auch zu einem Zentrum des Schiffsbaus. Die grossen, hochseetauglichen Dhaus mit 30 Mann Besatzung waren bildeten das Rückgrat des Seehandels.

Zur Blütezeit der Stadt lagen bis zu 150 Dahus im natürlichen Hafen der Stadt. Mit der Aufspaltung des omanischen Reiches in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann jedoch der Abstieg der Stadt. Dazu kam, dass die hölzernen Dhaus mit den damals aufkommenden Dampfschiffen nicht mehr mithalten konnten.

Mit der Modernisierung Omans unter Sultan Qaboos begann der Wiederaufstieg der Stadt. Heute zählt Sur wieder 60’000 Einwohner und ist damit der grösste Ort der Region Al Sharqiya. In den Werften am Hafen werden noch immer Schiffe gebaut, doch sind es nun grösstenteils die kleineren Sambuqs, die für den Küstenverkehr eingesetzt werden.

An der Uferstrasse ist die 1920 gebaute Fatah al Khair aufgedockt. Dieses über 20m lange Schiff war eine der letzten Dhaus, die in Sur gebaut wurde. Im kleinen Maritime Museum in der Nähe des Forts Sunaysilah wird die Seefahrtsgeschichte der Stadt dargestellt. Neben schönen Schiffsmodellen sind dort alte Fotografien, nautische Instrumente und Seekarten zu bewundern.

Fort Sunaysilah wurde vor über 300 Jahren erbaut und bis zum Ende des Ersten Weltkriegs militärisch genutzt. Von der Festung hat man einen schönen Blick über die Stadt, die Bucht und die Lagune von Sur. Die Gebäude der Festung wurden allesamt restauriert und sind heute ein Museum.

Schildkröten

Sur liegt rund 200 km südöstlich der Hauptstat Muscat. Fährt man etwa 50 km weiter von Sur östlich der Küste entlang kommt man zur Landspitze von Ras Al Hadd. Etwas ausserhalb der Stadt befindet sich das Ras Al Jinz Turtle Beach Reserve. Hier kann man Meeresschildkröten beobachten. Die Tiere kommen bei Nacht an den Strand, um dort ihre Eier abzulegen. Der rund 30 km lange Strandabschnitt ist der von Meeresschildkröten am meisten aufgesuchte Ort am Indischen Ozean. 


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Oman: Salalah

Die an der Südküste Omans gelegene Hafenstadt Salalah ist Hauptstadt der für ihren Weihrauch berühmten Provinz Dhofar.

Oman Salalah PRIORI Reisen Im Mittelalter war Salalah ein wichtiges Handelszentrum und hatte eine grosse Bedeutung als Hafen für den Weihrauchhandel. Die Ausgrabungen von Al Baleed zeigen, dass die Stadt bereits im 11. Jahrhundert über einen Handelshafen und eine grosse Moschee verfügte.

Salalah wurde damals von einer mächtigen Mauer mit Rundtürmen und einer Zitadelle beschützt. Später verlor die Stadt dann aber an Bedeutung und verkümmerte zu einer unbedeutenden Kleinstadt.

Altstadt von Salalah

In der Altstadt von Salalah stehen nur noch wenige der traditionellen Häuser aus Lehm, Kalkstein und Korallenquadern. Zwischen 1932 und 1970 war Salalah die Residenzstadt von Sultan Said bin Talmur. Sein Sohn und langjähriger Herrscher vom Oman, Sultan Qaboos, verlegte die Hauptstadt dann wieder nach Muscat.

Mit der Modernisierung Omans unter Sultan Qaboos ist auch Salalah wieder aufgeblüht und ist heute mit über 330’000 Einwohnern die drittgrösste Stadt des Landes. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt ist der moderne Tiefseehafen, in dem die grossen Containerschiffe ihre Güter von und nach den Ländern der Golfregion umschlagen.

Sehenswert ist das Weihrauchmuseum. Es zeigt die verschiedenen Aspekte des Weihrauchhandels und gibt einen Überblick über die Geschichte Omans als Seefahrernation. Neben archäologischen Funden sind auch zahlreiche Schiffsmodelle ausgestellt.

Wüstenklima

Solalah liegt rund 1000 km südwestlich von Muscat, der Hauptstadt Omans, und hat ein völlig anderes Klima. Solalah verfügt über ein heisses Wüstenklima mit Temperaturen, die im Sommer bis auf 45°C ansteigen können. Während der Monsunmonate Juli und August sinken die Temperaturen dann aber auf erträgliche 32°C und das Wetter ist grösstenteils wolkig und neblig. Trotzdem halten sich die Niederschläge mit etwa 7mm pro Tag in Grenzen. Die Feuchtigkeit lässt die Stadt und die Umgebung ergrünen.

Daher ist Salalah zu jeder Zeit ein beliebtes Ziel für Touristen aus dem In- und Ausland. Die arabischen Gäste mögen die nebligen Wochen mit Nieselregen im Juli und August. Europäische Gäste bevorzugen die warmen, trockenen Monate von September bis Juni.

Die Umgebung von Salalah bietet eine Reihe von touristischen Attraktionen. Dazu gehören die ausgedehnten Sandstrände im Westen, die Bergstrecke zum Jebel Qamar, der Weihrauchpark im Wadi Dawkah im Norden sowie die Quellen des Jebel Qara im Osten der Stadt.


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Oman: Klima, Reisezeit

Klima und beste Reisezeit in Oman variieren je nach Jahreszeit. Europäer reisen von Oktober bis April gerne nach Oman. In der sehr heissen Regenzeit von Juni bis August halten sich im Süden des Omans vorwiegend arabische Gäste auf: sie alle lieben den kühlen Nieselregen, der die Landschaft in grüne Teppiche verwandelt.

Oman LandschaftIn Oman herrscht überwiegend ein heisses, trockenes Wüstenklima. Einzige Ausnahme ist die Dhofar Region, die von den warmen Winden vom Indischen Ozean profitiert und daher über ein Monsunklima verfügt. Die im Vergleich zum Rest des Landes häufigen Niederschläge machen diese Region zur landwirtschaftlich fruchtbarsten Gegend Omans.

 

Jahreszeiten

Der Sommer beginnt im März und dauert bis zum September. Die höchsten Temperaturen mit einem Maximum von über 50°C werden im Landesinneren gemessen. In der Ebene der Region Bathina, die zwischen der Küste des Golf von Oman und dem Hajargebirge liegt, erreichen die Temperaturen auch im Sommer selten mehr als 47°C, doch kann die Luftfeuchtigkeit dort über 90% betragen. In Muscat liegt die durchschnittliche Sommertemperatur bei 33°C, doch der starke Westwind gharbi kann die Temperaturen um bis zu sechs Grad in die Höhe treiben. In den Wintermonaten Dezember und Januar sind die Temperaturen hingegen mild und angenehm und liegen zwischen 18 und 26°C.

Die Küstenregionen sowie Ebenen im Landesinnern erhalten zwischen 20 bis 100 mm Niederschlag pro Jahr. In den Bergen und insbesondere im Jebel Akhdar Gebirge kann aber bis zu 900 mm Niederschlag fallen.

Es kommt nur selten vor, dass Zyklone aus dem Nordindischen Ozean auf Land treffen. In Oman war dies zum Beispiel 2007 sowie 2011 der Fall. Die heftigen Regenfälle haben insbesondere die Gegend um die Hauptstadt Muscat betroffen. Die Winde des Südostpassats bringen insbesonders im Süden des Oman Regen und einen grau verhangenen Himmel. Diese Zeit wird Khareef genannt: die arabischen Gästen schätzen dieses Klima, die europäische Leute eher nicht.

Oman kann zwar das ganze Jahr über bereist werden. Die für Europäer aber beste Reisezeit ist zwischen Oktober und April. In diesen Monaten sind die Temperaturen im Allgemeinen mild und am Abend kann mit einer Abkühlung gerechnet werden. Die mittlere Wassertemperatur des Meeres liegt zwischen 19 und 24°C und nimmt ab Februar wieder zu. Gelegentliche Regenschauer in dieser Periode haben eine erfrischende Wirkung. In der Bergregion des Jebel Akhdar steigen die Temperaturen auch im Sommer in einer Höhe von 2’000 müM selten über 25°C. Im Winter könnten sie dort sogar bis zum Gefrierpunkt fallen.


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Oman: Sindbad, der Seefahrer

Die Erzählungen von Sindbad dem Seefahrer sind Teil von Tausend und Einer Nacht. Sindbad und seine Abenteuer sind wohl nicht einfach Märchen, sondern basieren auf einer langen arabischen Schifffahrtstradition.

Oman Sindbad der SeefahrerIn den frühen Ausgaben aus dem 14. Jahrhundert sind sie noch nicht Teil dieses Erzählzyklus und erscheinen erst ab dem 17. und 18. Jahrhundert in den Manuskripten. Die Geschichte von Sindbad spielt in der Regierungszeit von Kalif Harun al-Rashid (786-809). Der Name Sindbad stammt aus dem Persischen und bedeutet “Wind des Sind”. Sindbad stammt aus der omanischen Stadt Sohar.

Die Erzählung beginnt damit, dass sich der Lastenträger Sindbad der Träger auf einer Bank vor dem Palast des reichen Kaufmanns Sindbad der Seefahrer ausruht. Dabei beklagt er sich bei Allah über sein Schicksal und die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich. Dies kommt Sindbad dem Seefahrer zu Ohren und er holt den Lastenträger zu sich in den Palast. Dort erzählt er ihm seine Geschichte, wie er zu seinem Reichtum kam.

Sindbad hat sieben Seereisen unternommen, bei denen er wundersame Abendteuer erlebte und grossen Reichtum erlangen konnte. Die Geschichten handeln von Menschenfressern, Ungeheuern, riesigen Vögeln und anderen phantastischen Gestalten. Auf allen Seereisen erleidet Sindbad Schiffbruch und gelangt auf eine fremde Insel und muss sich dann gegen die verschiedenen Monster behaupten. Am Ende jeder Geschichte kann er mit einem Vermögen nach Bagdad zurückkehren.

In der Erzählung von Sindbad sind viele Erfahrungen arabischer Seefahrer aus dem 13. Jahrhundert verarbeitet. Die Geschichte von Sindbad ist auch in zahlreichen Filmen dargestellt worden.


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Oman: Weihrauch

Weihrauch wird aus dem luftgetrockneten Harz von verschiedenen Arten des Boswellia-Baumes gewonnen. Das Harz besteht aus verschiedenen ätherischen Ölen, Schleim und Proteinen.

Oman WeihrauchUnterschiedliche Boswellia Arten findet man insbesondere in Soamlien, im südlichen Teil der arabischen Halbinsel sowie in Eritrea, Äthiopien und Sudan. Beim Verglühen des Harzes entsteht ein angenehmer, aromatisch duftender Rauch.

Weihrauch wurde bereits im alten Ägypten sowie von den Römern für kultische und medizinische Zwecke verwendet. Heute verwendet insbesondere die Katholische Kirche den Weihrauch in der Liturgie. Abgesehen von seiner religiösen Verwendung wird der Weihrauch heutzutage als Duftstoff in der Parfümerie, der Produktion von Seifen sowie der Naturmedizin eingesetzt.

In der Antike wurde der Weihrauch über die sogenannte Weihrauchstrasse, die von Oman über Jemen bis nach Damaskus führte, vertrieben und von dort in die verschiedenen Gegenden der alten Welt verkauft. Die Karawanen benötigten für diese rund 3’500 km lange Strecke ungefähr hundert Tage. In der Antike wurden pro Jahr zwischen 2’500 und 3’000 Tonnen Weihrauch produziert. Etwa die Hälfte davon wurde allein von den Römern verbraucht.

In Oman wird die beste Qualität des Weihrauchs in der Gegend von Dhofar gewonnen. Im Frühjahr wird die Rinde der Boswellia Bäume angeritzt und das wertvolle Harz tritt aus. Nachdem es getrocknet ist und tränenförmige Tropfen gebildet hat, wird es weiterverarbeitet. Ein durchschnittlicher Boswellia Baum ergibt etwa 10kg Weihrauch Harz pro Jahr. Insgesamt produziert Oman heute rund 70 Tonnen Weihrauch. Davon werden rund 17 Tonnen exportiert, der Rest wird lokal verbraucht.

Die Gegend um das Wadi Dawkah wird auch als “Weihrauch Land” bezeichnet und wurde in die UNESCO Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.


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Oman: Verhaltensregeln

Die Verhaltensregeln in Oman folgen dem Islam. Er ist in der Form des Ibadismus Staatsreligion. Die Ibaditen legen den Koran nicht wortgetreu aus und sind generell tolerant und liberal eingestellt.

Oman VerhaltensregelnSo ist zum Beispiel der Ausschank von Alkohol in Bars, Hotels und Restaurant, die über eine entsprechende Lizenz verfügen, legal. Allerdings ist das Trinken von Alkohol im Freien strengstens untersagt. Besuchern und Touristen begegnet man in der Regel sehr freundlich, doch sollten gewisse Regeln dennoch befolgt werden. Ungeduld oder Schimpfen gilt als unhöflich. Wenn man zum Beispiel auf der Strasse begrüsst wird, sollte man den Gruss unbedingt erwidern.

Es wird sehr geschätzt, wenn der Besucher ein paar Brocken Arabisch spricht. Paare sollten in der Öffentlichkeit keine Zärtlichkeiten austauschen. Beim Betreten eines Wohnhauses sollten oder einer Moschee müssen die Schuhe ausgezogen werden. Für Frauen ist Oman ein sicheres Land und Belästigungen sind sehr selten, allerdings sollten einige Regeln beachtet werden. So sollte trotz den hohen Temperaturen auf Shorts und generell allzu textilfreie Kleidung verzichtet werden. Es ist auch immer nützlich, wenn ein grösseres Tuch z.B. in der Handtasche mitgeführt wird, das bei Bedarf eingesetzt wird. Beim Baden am Strand sollte ein einteiliger Badeanzug getragen werden.

Historisch sind die Omanis sehr weltgewandt. Die Omanis lieben das Feilschen. Daher sollte man beim Einkauf im Souq nie den erstgenannten Preis akzeptieren, sondern sich auf eine Verhandlung einlassen.

Das Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt, Ausnahmen sind Flughäfen, Grenzübergänge, Erdölanlagen oder Betende in einer Moschee. Wenn man Personen fotografiert, sollte Respekt gezeigt werden und allenfalls zuvor eine Einwilligung eingeholt werden.


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Oman: Gastronomie

Die omanische Küche wurde durch den Kontakt mit anderen Kulturen geprägt. Durch die intensiven Handelsbeziehungen finden sich heute in der Gastronomie Omans Einflüsse aus Ostafrika, Indien und anderen arabischen Ländern.

Oman Gastronomie und GastfreundschaftTraditionelle Gewürze wie Knoblauch, schwarzer Pfeffer, getrocknete Limonen, Koriander, Safran, Kardamom, Muskatnuss, Zimt, Kümmel, Nelken, Ingwer, Kurkuma sowie Rosenwasser, Nüsse, Mandeln und Pinienkerne sind heute ein wichtiger Bestandteil des Essens. Zu jeder Mahlzeit gehört auch das Fladenbrot, Man tunkt Stücke des Fladenbrotes in die Speisen und isst diese dann ausschliesslich mit der rechten Hand.

Zu den meisten Gerichten wird Reis als Beilage gereicht, oft auch als Curry zusammen mit Hühner- oder Lammfleisch. Rindfleisch ist selten, da es relativ teuer ist. Schweinefleisch ist aus religiösen Gründen tabu. Fisch ist ebenfalls praktisch auf jeder Speisekarte zu finden. Er wird oftmals gegrillt und zusammen mit frischen Gurken und Tomaten gereicht.

Das omanische Nationalgericht ist die Shuwa, die allerdings nur zu feierlichen Anlässen zubereitet wird. Sie besteht aus grossen Fleischstücken oder einer ganzen Ziege, die mit einer Gewürzmischung mariniert und dann in einen Sack aus Bananenblättern eingewickelt wird. Der Sack wird in eine Grube mit glühender Holzkohle gelegt, mit Erde zugedeckt und das Fleisch darin wird dann mindestens 24 bis 48 Stunden geschmort und danach zusammen mit Reis serviert.

Als Vorspeise haben sich die ursprünglich aus dem Libanon stammenden Mezzeh eingebürgert. Diese bestehen aus kleinen Schälchen mit verschiedenen Gerichten wie Houmus (Kichererbsenpüree), Tabuleh (Weizenschrot mit Tomaten, Petersilie und Minze), Foul Medames (weisse Bohnen in Tomatensauce) oder Moutabel (gebratene und pürierte Auberginen). Weiter werden als Vorspeise Spinatörtchen, gefüllte Weinblätter oder Teigtaschen gefüllt mit Fleisch oder Käse serviert.

Arabische Desserts sind sehr süss. Der beliebteste Nachtisch ist Umm Ali (Alis Mutter), ein Brotpudding mit Zucker, Zimt, Muskat und Rosenwasser.

Das beliebteste Getränk ist Tee. Dieser stammt aus Indien, wird aber mit Pfefferminzblättern und stark gesüsst getrunken. Ebenfalls beliebt ist Kaffee mit und ohne Kardamom.


Rozna, das beliebteste Omani-Restaurant in MuscatRozna, das beliebteste Omani-Restaurant in Muscat

Das einer omanischen Burg nachgebaute Restaurant bietet ein Ambiente in traditionellem Stil und Essen, das die Omanis mögen.

Ein Blick in die Speisekarte lohnt sich. (Blätterbares pdf-Dokument)


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Oman: Geschichte

Die Geschichte von Oman reicht bis in die Steinzeit. Damals schon war Oman besiedelt. Der Handel mit Weihrauch existierte bereits im zweiten vorchristlichen Jahrtausend.

Oman Muscat Grosse Sultan-Qabus-MoscheeAusgrabungen aus den 50er Jahren haben gezeigt, dass 2000 v.Chr. ein reger Handel mit Kupfer zwischen Magan (dem heutigen Oman) und Mesopotamien bestand. Der Kupferbergbau erreichte im Jahr 1000 n.Chr. seinen Höhepunkt und Oman war im Mittelalter der grösste Lieferant von Kupfer im Mittleren Osten. Die Produktion wurde dann aber eingestellt und erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder aufgenommen.

Die Islamisierung von Oman begann schon zu Lebzeiten von Mohamed um das Jahr 630 n.Chr. Zu dieser Zeit wurde Oman Teil des Kalifats der Umayyaden und Abbasiden. Mit dem Schisma nach dem Ende des 4. Kalifats setzten sich im Landesinnern die Lehren Abdullahs Ibn Ibad durch, währenddem in der Küstenregion mit ihren internationalen Handelsbeziehungen sowohl Sunniten wie auch Schiiten lebten. Im Jahre 751 wurde Yulanda Ibn Masud zum ersten Imam gewählt. Residenzstadt wurde Nizwa. 1406 wurde Bahla zur Hauptstadt erkoren, danach entwickelten sich zwei Dynastien, welche die Imame stellten. Die Yaruba-Dynastie regierte bis 1744, gefolgt von der Al-Bu-Said Dynastie, die bis heute regiert.

Die geographische Lage Omans prädestiniert das Land für den Seehandel. So reichen seine Ursprünge bis in das dritte vorchristliche Jahrtausend zurück. Ein wichtiger Faktor war dabei die Schiffsbaukunst der Omanis. Die omanischen Seefahrer – die Söhne Sindbads – unterhielten Handelsbeziehungen im gesamten Indischen Ozean und bis nach China. Als goldenes Zeitalter gilt die Periode zwischen 800 und 1200 n.Chr.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts drangen die Portugiesen in den Indischen Ozean vor. 1503 eroberten sie Sansibar vor der afrikanischen Ostküste und vier Jahre später Muskat. Ziel der Portugiesen war es, die Kontrolle über die Strasse von Hormuz sowie die Zufahrt zum Roten Meer zu erlangen, um damit die Handelsroute zwischen Asien und Europa zu beherrschen. Die raschen militärischen Erfolge der Portugiesen sind insbesondere auf ihre Schiffskanonen zurückzuführen, denen die aus Lehmmauern gebauten omanischen Städte und Festungen nicht standhielten.

Der äusserst lukrative Handel mit Gewürzen und Rohstoffen weckte auch die Begierde anderer europäischer Länder. So gründeten die Engländer, Franzosen und Holländer Ostindien-Gesellschaften und griffen das Handelsmonopol der Portugiesen an. Unter Imam Nasir bin Murshid und später Sultan bin Saif I wurden die Portugiesen bis 1650 aus Oman vertrieben.

Auch andere Handelsplätze wie Sansibar oder Bombay konnten erobert werden. Die omanische Handelsflotte wurde ausgebaut und sicherte fortan den Indienhandel. Oman erlebte unter der Al-Yaruba Dynastie (1624-1744) eine weitere Blütezeit. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann aber der Untergang dieser Dynastie und nach einem Bürgerkrieg wurde das Land von den Persern besetzt. Imam Ahmed bin Said konnte dann 1747 die Perser endgültig vertreiben und begründete die bis heute bestehende Dynastie der Al-Bu-Said. Die Residenz wurde nach Muskat verlegt. 1798 schloss Oman einen Vertrag mit Grossbritannien, der den Franzosen und Niederländern Handelsniederlassungen im Golf untersagte.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewann der Sklavenhandel an Bedeutung. Imam Said bin Sultan machte Sansibar zum zweiten Regierungssitz. Nach einem Streit unter seinen Söhnen wurde das Reich aber 1861 in das Sultanat Muscat und das Sultanat Sansibar aufgeteilt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann allerdings der Niedergang des omanischen Grossreiches. De facto war Oman zwischen 1856 und 1970 ein britisches Protektorat. Erst durch die Unterstützung durch die Engländer konnte eine langer Bürgerkrieg 1920 beendet werden.

Sultan bin Taimur konnte 1955 mit Hilfe Grossbritanniens das Landesinnere erobern und wurde mit Duldung der Engländer zum Alleinherrscher Omans. Der Sultan verfolgte eine isolationistische Politik und vernachlässigte die Modernisierung des Landes. 1970 wurde er von seinem Sohn Qaboos gestürzt, der das Land bis zu seinem Tod 2020 regierte. Unter seiner Herrschaft wurde Oman modernisiert. Ihm folgte sein Neffe und heutiger Herrscher Omans, Haitham bin Tariq, nach.


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Oman: Nizwa, die alte Residenzstadt

Nizwa ist die frühere Residenzstadt rund 140 km westlich der Hauptstadt Muscat im Landesinneren. Nizwa ist eine der ältesten Städte Omans und blickt auf eine reiche Tradition von Handel, Lehre und Kunst zurück.

Oman historische Stadt Sumhuram Khor Rori

Die Stadt Nizwa mit heute rund 80’000 Einwohnern war früher ein Zentrum für islamische Studien.  Im Jahre 751 wurde hier der erste Imam der Ibaditen gewählt. Daneben war Nizwa auch politisch  und wirtschaftlich bedeutend und blieb bis in das 12. Jahrhundert Hauptstadt des Landes.

Nizwa liegt zwischen den Haja-Bergen und dichten Palmenhainen. Die Stadt verfügt dank dem Zusammenfluss von zwei Wadis über relativ viel Wasser.

historisches Nizwa

Das imposante Fort aus dem 17. Jahrhundert, dessen Bauzeit 12 Jahre in Anspruch nahm, ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Nizwa. Es wurde in den 1990er Jahren aufwendig restauriert. Der mächtige runde Festungsturm hat einen Durchmesser von 40m und eine Höhe von 30m. Er bietet einen herrlichen Rundblick über die Stadt und die nähere Umgebung. In der Festung ist auch ein kleines Museum untergebracht, in dem die Geschichte der Region sowie die das Alltagsleben dargestellt wird. Ebenfalls sehenswert ist der traditionelle Souq mit seinen zahlreichen Produkten wie den gekrümmten Dolchen, Kaffeekannen, Holztruhen, Schwertern, Keramik, Schmuck oder Antiquitäten.

Das Bewässerungssystem von Falaj Daris ist das grösste von ganz Oman. Der Bau dieses weit verzweigten Systems von ober- und unterirdischen Kanälen geht auf das Jahr 500 zurück, wahrscheinlich ist es aber noch viel älter. Es versorgt die Stadt Nizwa wie auch die Dörfer in der Umgebung mit dem wertvollen Nass. Zu seinem Schutz wurden zahlreiche Wehrtürme errichtet. Im Jahre 2006 wurde das Falaj Daris in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Interessant ist auch der Tiermarkt, auf dem jeweils an jedem Freitag im Sommer Ziegen, Kamele oder Rinder präsentiert und versteigert werden.

Auch in der Umgebung von Nizwa gibt es sehenswerte Orte wie die historischen Städte Bahla und Jabrin sowie den Jebel Akhdar und den Jebel Shams


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Oman: Muscat, die Hauptstadt

Die Haupststadt von Oman, Muscat, ist heute Regierungssitz und mit etwa 1.72 Mio. Einwohnern grösste Stadt des Landes. Die Metropolitanregion umfasst sechs Provinzen und erstreckt sich über eine Fläche von 3’500 km2.

Oman MuscatDie Ursprünge der Stadt gehen in das 1. Jahrhundert n.Chr. zurück, Hinweise auf eine Besiedlung der Region sind aber noch sehr viel älter. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Stadt von verschiedenen Stämmen sowie den Persern, den Portugiesen und den Ottomanen beherrscht. Im 18. Jahrhundert war die Stadt eine regionale Militärmacht und ihr Einfluss reichte bis nach Ostafrika und Sansibar. 1779 verlegte Sultan Ahmed bin Said seine Residenz nach Muscat.

Muscat, das auch als die Perle Arabiens bezeichnet wird, liegt am Arabischen Meer im Golf von Oman, unweit der Strasse von Hormuz. Ab 1970 wurde die Infrastruktur der Stadt stark ausgebaut und Muscat blühte wirtschaftlich und kulturell auf. Trotz der Modernisierung und dem rapiden Wirtschaftswachstum hat Muscat seinen Charme bewahrt. Anders als in Dubai oder Riad wird das Stadtbild nicht von modernen Wolkenkratzern dominiert. Neubauten wie das Königliche Opernhaus, die zahlreichen Museen oder Moscheen sind im traditionellen Stil erbaut und fügen sich harmonisch in das Stadtbild ein.

Die Altstadt von Muscat ist durch die Küstenberge von der modernen Stadt getrennt. Sie ist von einer mächtigen Stadtmauer umgeben und wird durch zwei portugiesische Festungen im Westen (Fort Al Mirani) und im Osten (Fort Al Jalali) begrenzt. Über die Küstenstrasse gelangt man in den wenige Kilometer westlich gelegenen Stadtteil Mutrah. Dieser in einer Bucht gelegene Hafen entspricht am ehesten den westlichen Vorstellungen einer arabischen Stadt aus 1001 Nacht. Von der breiten Hafenstrasse (Corniche) gelangt man zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten dieses Stadtteils, wie den Souq, den Fischmarkt oder die zahlreichen historischen Handelshäuser.

An der Küste weiter im Westen befindet sich der modernste Teil der Capital Area. Diese neuen Stadtviertel beherbergen Einkaufszentren, Geschäftshäuser, Botschaften und Luxushotels. Eine besondere Attraktivität ist der lange und breite Sandstrand, der von den Einheimischen wie auch den Touristen sehr geschätzt wird. In diesem Teil der Stadt befindet sich auch das Royal Opera House oder die zwischen 1995 und 2001 erbaute Sultan Qaboos Moschee, die grösste Moschee Omans. Dieses beeindruckende Gebäude ieine der wenigen Moscheen im Land, die von Nichtmuslimen betreten werden darf.


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