Die Murchison Falls sind sicher ein Highlight einer Tour durch Uganda, ebenso aber die geschützten Landschaften des Murchison Falls National Parks.
Der Victoria Nil durchquert den Park auf rund 100 km von Ost nach West, die Wasserfälle befinden sich im nördlichen Teil des Parks.
Der Park besteht aus Savanne im Norden und Waldgebieten im südlichen Teil. Dazu Sumpflandschaften und Uferzonen.
Der Murchison Falls National Park ist flächenmässig etwa so gross wie das Wallis, den drittgrössten Kanton der Schweiz. Der Murchison National Park umfasst Gebiete nördlich des Victoria Nils zwischen der Karuma Brücke und den Wasserfällen und Pakwach am Albert Nil. Dazu gehört auch das Buligi-Gebiet zwischen Albert Nil und dem Victoria Nil mit dem Victoria Nil Delta. Südlich des Victoria Nils befindet sich die Hauptmasse des Parks.
Im Westen wird er begrenzt durch die Mischzone von Bugungu: hier leben auch Menschen und ihr Landbedarf drückt gegen das Naturschutzgebiet an. Zudem hat man hier Erdölvorkommen entdeckt: ein Konflikt zwischen Naturerhaltung und Ökonomie.
Südlich und östlich des Murchison National Parks sind Pufferzonen eingerichtet: geschützte Zonen, aber nicht mehr unter direkter Parkverwaltung. Im Südwesten befindet sich das Bugungu Wildlife Reserve (750 km2). Die Südgrenze des Murchison Parks geht über in den Kaniyo Pabidi Forest. Die Südost- und Ostseite gehen in den Karuma Wildlife Reserve (720 km2) über.
In dieser etwas komplizierten Geografie finden sich unterschiedliche Biotope und somit auch verschiedene Wildtiere. 144 Arten insgesamt an Säugetieren. Dazu Vögel, Reptilien und Amphibien. So gut wie alle Tierarten leben hier, sogar Giraffen. Aber keine Zebras.
Komplizierte Verwaltung
Der Murchison National Park setzt sich aus unterschiedlich verwalteten Gebieten zusammen. Dies ist aus der Entstehungsgeschichte des Parks zu erklären. Und auch aus dem Bevölkerungsdruck auf den südlichen Teil des Parks.
Generell ist zu sagen, dass diese Zone in den wirren 1970er und 1980er Jahre das Revier von herumstreuenden Soldaten und Rebellen war. Sie schossen fast den gesamten Bestand zusammen. Seit der Beruhigung von Uganda ab den 1990er Jahren hat sich der Tierbestand erheblich entwickelt, auch dank aktivem Tierschutz und einer vehemente Kontrolle der Wilderei.
So ist der Besuch dieser Nordwestregion nicht nur ein atemberaubendes Erlebnis der wilden Wasserfälle, sondern auch eine phantastische Gelegenheit, auf Pirschfahrten Wildtiere aller Art zu entdecken. Auch für Vogelbeobachter ist der Murchison National Park ein Highlight. In den Sümpfen am Lake Albert sind sogar stolze Vertreter der stoischen Schuhschnabel zu sehen.
Karte der Gebiete im Murchison National Park:


Bugungu wurde 1963 als kontrolliertes Jagdgebiet ausgegrenzt und 1968 zu einem Wildlife Reserve umdeklariert. Das rund 500 km2 grosse
Drei Schimpansen-Familien wurden an Menschen gewöhnt: die Communities von Sonso, Waibira und Kaniyo-Pabidi. Jede Gemeinschaft besteht aus mehreren Dutzend Individuen. Die Einzeltiere haben individuelle Namen und werden intensiv beobachtet.
Die Prozesse im westlichen Rift Valley (Albertine Rift) und im kenyanischen Rift Valley (Gregory Rift) beeinflussen jedoch die Randgebiete Ugandas erheblich. So auch durch vulkanische Aktivitäten.
Die Royal Mile liegt 60 km östlich vom Budongo-Wald: den königlichen Namen gab ihm der damalige Lokalherrscher Kabalega. Er soll die Strasse durch den Waldabschnitt angelegt haben, um Zeit und Musse mit Vögeln zu verbringen. (Als Gegner der britischen Einflussnahme wurde er 1899 auf die Seychellen verbannt. Er sah sein Heimat nie wieder.)
Das Ziwa Rhino Sanctuary wurde im Jahr 2005 gegründet und befindet sich in der Nakasongola-Region im Zentrum des Landes, etwa 176 Kilometer nördlich der Hauptstadt
Die Region um Gulu ist trocken, aber fruchtbar: Baumwolle, Mais, Sorghum und Tabak werden angebaut. In der Stadt finden sich ein paar Verarbeitungsbetriebe. Die Statue eines Elefanten vor der grossen Markthalle in Gulu ist jedoch anachronisch: in der Region finden sich kaum noch Elefanten.
Weitflächige Savannen lösen sich mit Felsentälern ab. Entlang von Wasserläufen stehen lichte Wälder. Der Park wird westlich von den Napore Mountains begrenzt und im Osten (entlang der Grenze zu Kenya) von den Morungole-Bergen. Zwischen diesen nord-süd verlaufenen Bergketten befinden sich die fruchtbaren Täler des Flusses Narus. Der saisonale Narus fliesst nach Norden in den Südsudan hinein.