Chimanimani

Kennen Sie das Gebirgsmassiv des Chimanimani? Es liegt im Grenzgebiet zwischen Mozambique und Zimbabwe und beinhaltet sogar den höchsten Berg von Mozambique.

Gleich an der Grenzlinie zwischen Zimbabwe und Mozambique liegt auf mosambikanischer Seite der Monte Binga, dessen Höhe mit 2436 angegeben wird. Gegen Westen, also zu Zimbabwe hin, erhebt sich der Binga als schroffes Gebirge. Von Osten her, also von mosambikanischem Territorium aus, wird er für alpengewohnte Berggänger nicht als grösseres Wanderproblem eingeschätzt.

Der gewaltige Quarzkegel verlangt trotzdem eine ganztägige sportliche Wanderung, um ihn zu besteigen. Doch vom Gipfel aus kann man – bei guter Fernsicht – sogar den Indischen Ozean erahnen. Er liegt in rund 200 km in östlicher Richtung. Viel eindrucksvoller ist jedoch die unmittelbare Sicht hinab in die Rillentäler mit ihren grünen Vegetationsstreifen.

Chimanimani Nationalpark und Gebirgsmassiv in MozambiqueDas Trekking von mosambikanischer Seite her beginnt in der Region um die Kleinstadt Sussundenga. Hier ist die karge, bebuschte Landschaft gekennzeichnet durch kleinbäuerliche Landwirtschaftsbetriebe mit Häusern in sehr afrikanischem Stil. Die Wanderung führt aber schnell in eine montane Region, sehr grün, sehr fruchtbar. Das Chimanimani Gebirge ist das Quellgebiet von Flüssen wie beispielsweise den Revué-River. Die wilde Bergregion überrascht durch ihre Explosion an Grünfarben, ihre Felsennasen und den kristallklaren Flüsschen. Kein Wunder lebten hier schon zu Buschmanns Zeiten Leute und hinterliessen Felsenzeichnungen, deren Inventar noch immer nicht gemacht ist.

Der in Nord-Süd verlaufende Gebirgszug ist berüchtigt wegen seinen schnell wechselnden Wetterverhältnisse. Nebelschwaden ziehen unverhofft auf und stehen in krassem Gegensatz zu der tropisch-grünen Tälern. Man sollte keinesfalls auf eigene Faust eine Wandertour in diese alpine Gesteinswelt unternehmen.

Andererseits ist diese afrikanische Gebirgslandschaft voller Schönheiten. Auch Flora und Fauna sind sehr speziell und Fotografen erfreuen sich an einzigartigen Aufnahmen. Es gibt, so sagen Biologen, noch immer Pflanzen, die unerforscht oder auch weithin unbekannt sind. In dieser Zone leben keine der üblichen afrikanischen Safari-Grosstiere wie Löwen, Giraffen oder gar Elefanten. Die Besonderheit liegt im Detail.

Während von Zimbabwe her nur wenige Leute den Chimanimani-Nationalpark besuchen, ist die mosambikanische Seite menschleer. Das Gebiet ist nicht bewohnt und Besucher stellen sich so gut wie nie ein. Also ein Grund, dorthin zu gehen.