Reise in Marokko von Marrakesch ins ländliche Südmarokko

Reise vom vitalen Marrakesch in das ländliche Südmarokko am Atlantik

 Reiseprogramm:

1.Tag : Ankunft in Marrakesch
Ihre Unterkunft ist das Dar Malak, ein fantasievoll gestaltetes Riad in der Medina von Marrakesch. Den ersten Nachmittag nach Ankunft in der Stadt der Gaukler erkunden Sie auf eigene Faust und lernen so einwenig dieser durch sein Handwerk und Architektur als UNESCO Kulturerbe berühmt gewordenen Stadt kennen. Übernachtung im Riad Dar Malak.

2. Tag : Marrakesch
Besonders in der Medina finden sich viele historisch sehenswerte Anlagen: der Palais de la Bahia, Der Palais el Badi, der Dar Sidi Said und die Medersa Ben Yussef. Stadtführung am frühen Morgen zu den Highlights der Medina. Sie werden vom Riad abgeholt.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Am Nachmittag empfiehlt sich ein Besuch des Jardin Majorelle in der Ville Nouvelle. Übernachtung im Riad Dar Malak.

3. Tag : Von Marrakesch nach Agadir und Rouiss
Am frühen Morgen können Sie noch einen Blick auf den nahen Place des Espices werfen. Abreise Marrakesch.
Es geht mit komfortablen Bus der staatl. CTM in ca. 4 Std. nach Agadir. Dort werden Sie abgeholt und fahren weiter zu Ihrer Unterkunft nach Rouiss, 35 km südlich von Agadir inmitten der fruchtbaren Souss Ebene gelegen.
Am späten Nachmittag Besuch der Kräuterfarm und Erkundung der lokalen Topographie. Übernachtung Chez Fatima in Rouiss.

4. Tag : Aufenthalt in Rouiss (ca. 15 km Wanderung)
Am Morgen geht es per pedes zu einer nördl. gelegenen Fischersiedlung am Meer, Tifnit, ca. 5 km entfernt. Hier werden zu Mittag frisch gefangener Fisch oder Sardinen gegrillt. Mit Ferngläsern Glück lassen sich Vögel und Gazellen in der Naturreserve betrachten. Gemeinsames Abendessen der Gruppe. Interssierten der marokkanischen Küche gibt Fatima eine Einführung. Übernachtung Chez Fatima in Rouiss.

5. Tag : Wanderung/ per 4×4 über Tifnit nach Sidi Rabat
Heute geht in der Frühe zum Nationalpark Souss Massa am Massa-Fluss. An seiner Mündung in den Atlantik leben das ganze Jahr über Vogelkolonien; Graugänse, Flamingos, Pelikane und Fischreiher sind keine Seltenheit. Sogar der fast ausgestorbene Waldrapp (Ibis chauvis) lebt hier. Unser Guide Lahcen wird uns aber vor allem rare und endemische Vögel des eindrucksvollen Paks zeigen. Mittags ein Picknick in dem alten Weiler Benzarne.
Am späten Nachmittag geht es nach Rouiss zurück. Gemeinsames Abendessen der Gruppe. Interssierten der marokkanischen Küche gibt Fatima eine Einführung. Übernachtung Chez Fatima in Rouiss.

6. Tag : Besuch von Taroudannt
Die von einer 8 Meter hohen Stampflehmmauer und fünf Stadttoren umgebene Stadt hat sich erst spät der französischen Kolonialpolitik gefügt. Nach einem Spaziergang durch die Medina können die Souks, nach zahlreichen HAndwerken geordnet, besucht werden. Später Treffen im Palais Salam, einem historischem Hotel mit prächtigem Garten. Übernachtung Chez Fatima in Rouiss.

7. Tag : Rouiss
Heute können Sie am Meer entspannen, eine Fahrradtour machen oder das Fischerhaus an der nahen Felsenküste der Familie aufsuchen. Am Nachmittag fahren Sie  mit dem CTM Bus nach Marrakesch und verbringen die letzte Nacht im Riad Dar Malak.

8. Tag : Transfer zum Flughafen und Rückflug


Beschreibung Chez Fatima

Das seit jeher von Berbern bewohnte Haus verfügt über einen kleinen Patio und drei zu diesem Hof sich öffnende Räume von ca. 12-18 qm, ein kl. Bad/ Toilette. Es gibt Platz für max. 5 Personen. Ein Raum hat eine Küche, in der traditionell mit Holz gekocht wird, nebenbei ein kl. Gasherd.

Das Wasser ist aus dem lokalen Brunnen, ein sehr gutes Trinkwasser. Diese Unterkunft in Rouiss führen unsere Freunde Fatema und Mokta mit viel Begeisterung. Fatema ist ein ausgezeichnete Köchin und hat viel Freude, sich um das Wohl der Gäste zu kümmern. Sie backt täglich frisches Brot in einem Holz-Lehmofen, macht köstliche Marmelade und das beste Couss Couss in der Gegend. Mokta ist Fischer und Handwerker, und – das sollte erwähnt sein – ein echtes Alroundtalent. Auch „Sprachen“ so bekennt er schmunzelnd, lerne er schnell. Und so können auch Gäste mit wenig Französisch bzw. Arabischkenntnissen damit rechnen, auf ihre Fragen Antworten zu finden.

Der Vater von Mokta betreibt einen kleinen Kiosk, hier spielen die Kinder am liebsten und hier ziehen morgens die Frauen mit den Schafherden zu den Feldern vorbei.

Tifnit

Für viele Gäste ist es einfach spannend abseits der touristischen Orte hier einen Blick auf den ländlichen Alltag zu werfen: in Frankreich nennt sich dieser Blick in die lokalen Realitäten auf dem Land: tourisme ches habitants.

Das  Riad Chez Fatima bei Sidi Bibi, 25 km südlich von Agadir und nur 21 km vom Airport Agadir entfernt, befindet sich abseits vom Großraum Agadir in einer ruhigen und von Landwirtschaft – Arganerien, Getreide und Gemüseanbau – bestimmten Region.

Es liegt in dem Ort Rouiss, 7 km von Sidi Bibi und  ca. 1400m vom Meer entfernt. Rouiss hat 70 Einwohner und bietet durch seine erhöhte Lage weite Blicke in das Land. Nach Norden erscheinen die Ausläufer des Atlasgebirges. Nachts ist bis auf die Brandung des Meeres nicht zu vernehmen. Ein sehr angenehmes Mikroklima und eine fantastische Sonnenlage kennzeichnen die Region. Im Winter fällt das Thermometer selten unter 10 Grad, im Sommer steigt es selten über 30 Grad.

Der Ort ist touristisch vollkommen unberührt. Die meisten Familien leben von der Landwirtschaft. Einige Fischer, auch Fatimas Mann Mokta, haben Häuser und in Felsen geschlagene Grotten von denen sie aus angeln gehen.

Eine biologische Kräuterfarm betreibt der Nachbar Med – alle nur erdenklichen, auch endemischen Käuter wachsen hier auf dem sehr fruchtbaren Boden.

Im nahen Bengamoud finden sich kleine Geschäfte für den täglichen Bedarf. Eine „ferme bio“ betreibt dort Mabrouk. Er baut alle nur erdenklichen Gemüse und Obstsorten in bester Bio-Qualität an und hält auch Hühner, Gänse und Enten. Die Region ist Teil des Naturparkreservats Souss Massa.

Wohnen mit Wohlgefühl – Maisons d’hôtes, Dars und Riads von Marrakesch

Gästehäuser, Stadthäuser mit Innenhöfen und Stadthäuser mit begrünten Innenhöfen – so etwa lassen sich diese drei fremd erscheinenden Begriffe übersetzen. Maisons d’hôtes wären eigentlich auch die Dars und Riads, da auch sie sich ja vom Hotelbetrieb absetzen möchten. Die Gäste sollen sich wie zu Hause fühlen, und so lässt sich hier statt des oft unpersönlichen Ambientes in den Hotels eine Atmosphäre der Nähe erfahren. Hier kann der Lebensrhythmus der fremden Umgebung hautnah mitgelebt werden.

Viele Dars sind ein Inbild schlichter Eleganz, das die oftmals spröde, fensterlose Außenfassade nicht erahnen lässt. Sparsame Eingriffe, betonte Details, harmonische Farbgebung und ausgewählte Baumaterialien schaffen ein Ambiente, das Ruhe ausstrahlt und weitergibt. Kleine Brunnen unterstützen diesen Effekt – und sorgen für Luftaustausch und Frische in den heißen Sommermonaten, wenn am frühen Nachmittag für einige Stunden das öffentliche Leben still steht.

Heute spiegeln viele dieser Stadthäuser den gestalterischen Reichtum und das Können der Künstler und Baumeister des alten Marrakesch wider. Handwerkliche und schöpferische Fertigkeiten gingen damals Hand in Hand. Es war die reine Fülle von kostbaren Materialen, seltenen Stoffen, edlen Hölzern, Fayence-Fliesen, Mosaiken, Applikationen, Schmiedearbeiten und Verputztechniken wie das Tadelakt; dabei lässt ein Blick in die alten herrschaftlichen Häuser die Pracht der Vergangenheit nur erahnen.

Mehr als ein halbes Jahrhundert waren viele Stadthäuser in der Medina von Marrakesch vergessen. Das änderte sich in den 80er Jahren. Seit den ersten Restaurierungen und der Vermessung der Medina durch den Architekten Quentin Wilbaux hat sich hier viel getan. Wilbaux hatte damals in diesem schier unermesslichen Gewirr der Gassen erstmals Vermessungen im großen Stil vorgenommen. Inzwischen ist dieses einzigartige architektonische Erbe auf die Liste des UNESCO-Welterbe gerückt, und viele zugewanderte Marokkaner und Ausländer haben hier Stadthäuser erworben und wiederhergestellt.